Archiv-Ratgeber

Dias auf CD: Welche Bilddateien haben Sie schon?

Auf der Hülle steht „Dias“, „Foto-CD“ oder ein altes Laborjahr. Entscheidend ist jetzt, was als Datei darauf liegt. Sind die Aufnahmen bereits digital vorhanden, sichern Sie diese zuerst. Ein erneuter Scan der Dias ist eine andere Entscheidung.

Redaktion: Erinnerungsretter · Projekt und Redaktion · Verantwortlicher · aktualisiert

Die Dias liegen noch im Magazin oder bereits als Datei vor

Nur die gerahmten Dias vorhanden

Dann braucht es einen passenden Scan- oder Digitalisierungsweg für das Filmoriginal. Ein CD-Laufwerk kann das Dia nicht abtasten. Das hier beschriebene CD-/DVD-Projekt bietet keinen Diascan als Standardleistung an.

Die alten Scans liegen auf einer CD

Dann sind sie bereits digitale Dateien. Zuerst geht es um den Zugriff auf diese Dateien, ihre unveränderte Sicherung und das passende Öffnungsprogramm. Mit der Disc können Sie beginnen, ohne die Dias noch einmal zu scannen.

Behalten Sie vorhandene Filmoriginale und Unterlagen zur damaligen Digitalisierung. Ob ein neuer Scan sinnvoll wäre, hängt vom Original und Ihrem späteren Zweck ab. Die Library of Congress erläutert den Unterschied zwischen Digitalisieren und digitalem Erhalt.

An den Dateien erkennen Sie den nächsten Weg

Öffnen Sie die Disc im Dateimanager, ohne alte Autostartprogramme zu starten. Blenden Sie bei Bedarf die Dateiendungen ein. Unter Windows beschreibt Microsoft Dateiendungen und ihre Anzeige im Explorer. Ändern Sie die Endungen nicht, um ein unbekanntes Bild scheinbar in JPG zu verwandeln.

.JPG · .JPEG · .TIFBilddateien

Vollständige Ordner kopieren und die Bilder danach mit einer passenden Anwendung öffnen.

.PCDFormat zuerst klären

Bei einer Kodak Photo CD Quelldateien bewahren und den PCD-Import prüfen.

VIDEO_TS · .VOBFilm oder Diashow

DVD-Struktur zusammen sichern. Ein Film ist nicht automatisch eine Sammlung einzelner Originalfotos.

Die Beschriftung „Foto-CD“ legt das Dateiformat nicht fest. Die Übersicht zeigt drei mögliche Befunde, keine vollständige Formatliste.

Die Corel-Dokumentation zum Kodak-PCD-Import beschreibt einen eigenen Bildimport mit Auflösungswahl. Dieser Schritt ist von einer CD mit normalen JPEG-Dateien zu unterscheiden. Die ausführliche PCD-Anleitung erklärt Softwaregrenzen und Exporte.

Erst den vollständigen Inhalt übernehmen

  1. Vergeben Sie außen auf der Hülle eine ID, etwa „CD-04_Dias“. Schreiben Sie vorhandene Jahres- und Laborangaben in die Inventarliste.
  2. Kopieren Sie bei einer lesbaren Disc die vorhandenen Dateien und Ordner in einen eigenen Zielordner. Behalten Sie Dateinamen und Unterordner bei.
  3. Notieren Sie ausgelassene oder nicht lesbare Dateien. Eine teilweise Kopie nicht als vollständig kennzeichnen.
  4. Werfen Sie die Disc aus. Die folgenden Bildprüfungen beziehen sich auf die lokale Kopie.

Wenn die CD gar nicht erkannt wird, führt die Diagnose nach Laufwerk, Disc und Datei zuerst zum richtigen Befund. Die allgemeine Kopieranleitung für Daten-CDs enthält die Geräte- und Vorbereitungsschritte.

Vorschau, Originaldatei und Export getrennt prüfen

Ein altes Diashow-Programm kann kleine Vorschaubilder zeigen, obwohl weitere Dateien auf der CD liegen. Schauen Sie deshalb in die kopierten Ordner und prüfen Sie die tatsächlichen Pixelmaße der geöffneten Bilder. Ein großes Fenster oder eine kleine Dateigröße sagt allein nichts über die vorhandenen Bilddetails aus.

Bei PCD hängt die geladene Auflösung vom Importweg ab. Erzeugen Sie JPG oder TIFF erst aus der bewusst gewählten Ladegröße und behalten Sie die PCD-Dateien. Bei bereits vorhandenen JPEG-Bildern müssen Sie zum reinen Sichern nichts neu speichern. Eine zusätzliche Konvertierung ersetzt die Quelldatei nicht.

Öffnen Sie wichtige Motive in voller Ansicht: Sind Ausschnitt, Ausrichtung und erkennbare Bildteile plausibel? Eine solche Sichtprüfung ist keine kalibrierte Farbabnahme. Wenn Sie nur einen Film der Dias besitzen, bewahren Sie ihn zunächst vollständig; einzelne daraus exportierte Bilder müssen nicht die Auflösung der ursprünglichen Scans haben.

Die Verbindung zwischen Dia, CD und Bild behalten

Notieren Sie vorhandene Rahmennummern, Dateinamen und Beschriftungen in einer separaten Liste. Ändern Sie dabei die unveränderte erste Kopie nicht. Für Ergänzungen oder Exportdateien legen Sie einen eigenen Arbeitsordner an. So bleibt nachvollziehbar, welche Datei schon auf der CD lag und welche später entstanden ist.

Für das wiederholbare Prüfen zweier Dateien gibt es den lokalen Dateivergleich. Für die dauerhafte Sicherung sind mehrere getrennte Kopien und ein Prüfdatum sinnvoll. Im druckbaren Rettungsset lassen sich offene Schritte markieren.

Was Sie für eine Anfrage schon sagen können

„Drei CDs mit alten Diascans, eine davon mit PCD-Dateien“ ist hilfreicher als eine große Bilddatei im Anhang. Wenn Sie das Auslesen abgeben möchten, nennen Sie Art und Zahl der Discs sowie sichtbare Formate oder Probleme. Proprietäre Foto-CDs werden vorher individuell eingeordnet.

Der nächste Schritt bei Erinnerungsretter ist eine unverbindliche Anfrage. Standard-Daten-CDs und Daten-DVDs können Sie im Kundenkonto bestellen. Spezialformate bitte vorher anfragen. Den Leistungsumfang und die vorgesehenen Pilotpreise können Sie vorab lesen.